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Wussten Sie schon, dass unser gefärbter Edelstahl lebensmittelecht ist?

15.07.2026

Wussten Sie schon, dass unser gefärbter Edelstahl lebensmittelecht ist? Gerade wurde es erneut bestätigt: Die Bleche dürfen in der Warm- und Kaltspeisenausgabe direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Möglich ist das, weil gar keine Farbe aufgebracht wird. Farbe ohne Farbe, wir erklären, wie.

Gerade wurde es erneut bestätigt.

Am 29. Juni 2026 wurden unsere nach dem INOX-SPECTRAL®-Verfahren gefärbten Edelstahlbleche neu bewertet. Das Ergebnis liegt uns druckfrisch vor, unter der Registriernummer 67471 U 26:

  • Die gefärbten Bleche können in Gastronomie-Einrichtungen im Bereich der Warm- und Kaltspeisenausgabe verwendet werden und dürfen dabei in direktem Kontakt zu den Lebensmitteln stehen.

Geprüft wurde, ob und was die Oberfläche an das Lebensmittel abgibt. Bewertungsgrundlage: die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, die §§ 30 und 31 LFGB, die Resolution CM/Res(2020)9 des Europarats sowie die Technische Leitlinie „Metals and alloys used in food contact materials and articles" in der zweiten Auflage von 2024.

Schwarz an der Ausgabe. Bronze auf der Theke. Stahlblau in der Showküche. Alles zulässig, alles im direkten Kontaktbereich.

Und jetzt der eigentlich interessante Teil: Warum geht das überhaupt?


Farbe ohne Farbe

Die Antwort ist angenehm einfach: Weil auf diesem Blech gar keine Farbe ist.

Kein Lack. Kein Pigment. Kein Farbstoff. Keine Beschichtung. Nichts, was aufgetragen wurde – und deshalb auch nichts, was sich wieder lösen könnte.

Genau daran scheitern beschichtete Oberflächen im Lebensmittelbereich normalerweise. Ein Lack ist eine Schicht auf dem Metall. Unter Reinigungszyklen, Chemikalien und mechanischer Beanspruchung platzt sie irgendwann ab – und ein Lackpartikel landet im Zweifel im Essen. Deshalb sind lackierte Oberflächen dort schlicht nicht vorgesehen.

Unsere Farbe ist keine Schicht auf dem Metall. Sie ist das Metall.

 

Wie wir das machen

Stellen Sie sich eine Seifenblase vor. Ihre Haut ist farblos – und trotzdem schillert sie in Türkis, Violett und Gold. Der Grund ist Interferenz: Licht wird an der Ober- und der Unterseite einer hauchdünnen Schicht reflektiert, die beiden Wellen überlagern sich, bestimmte Wellenlängen verstärken sich, andere löschen sich aus. Übrig bleibt Farbe.

Auf jedem Edelstahl sitzt eine dünne, vollkommen transparente Chromoxid-Schicht – die Passivschicht, die ihn rostfrei macht. Im rechnergesteuerten elektrochemischen inoxSPECTRAL-Prozess verstärken wir genau diese Schicht gezielt und in exakt definierter Dicke.

Und je nach Dicke entsteht an ihr: Champagner, Gold, Bronze, Stahlblau, Kobaltblau, Schwarz.

Wir tragen also keine Farbe auf. Wir verstärken eine vorhandene Schicht, an der Farbe entsteht.

Daraus folgt alles Weitere:

  • Nichts kann abplatzen, weil nichts aufgebracht wurde.
  • Nichts kann migrieren – es gibt kein Bindemittel, kein Lösungsmittel, kein Pigment.
  • Der Korrosionsschutz bleibt vollständig erhalten: Die Passivschicht wird nicht entfernt, sondern verstärkt – und dadurch sogar leicht verbessert.
  • Reinigung und Chemikalien greifen die Farbe nicht an, weil sie nicht angreifen können, was Teil der Oberfläche ist.
  • Der Farbton lebt mit dem Licht. Weil die Farbe ein optischer Effekt ist, verändert sie sich mit dem Blickwinkel. Das kann kein Lack.

 

Was das für Ihre Planung bedeutet

Der alte Kompromiss – entweder Gestaltung oder Hygiene – fällt weg. Farbe ist im Kontaktbereich keine Frage des Mutes mehr, sondern eine Frage des Farbtons.

Dazu kommt das Format: Wir färben Bauteile bis 6.000 × 1.200 × 2.000 mm. Große Flächen mit wenigen Fugen also – und Fugen sind das, was in der Hygieneplanung Arbeit macht. Neben Blechen färben wir auch Streckmetall, Drahtgewebe, Profile und Kleinteile.

Zwei Punkte zur transparenten Einordnung: Die Erklärung gilt für gefärbte Edelstahlbleche in der Anwendung Warm- und Kaltspeisenausgabe – für andere Einsatzfälle im Lebensmittel- oder Prozessbereich klären wir den konkreten Fall gerne mit Ihnen. Und im Bereich von Schweißnähten wird die Färbung je nach Verfahren aufgelöst; die Reihenfolge Fügen ? Färben ist deshalb meist die richtige. Außerdem kann die Färbung durch abrasive Reinigung entfernt werden, Kratzer und Scheuerspuren lassen sich nicht beseitigen.

 

Erklärung anfordern

Seit über 40 Jahren veredeln wir Edelstahloberflächen in Walldürn – Vorbehandlung, Schleifen, Strahlen, Polieren, Färben und Nachbehandlung aus einer Hand, ISO 9001 zertifiziert, Made in Germany.

Die vollständige Unbedenklichkeitserklärung finden Sie in unserem Downloadbereich. Planen Sie ein Projekt in der Gastronomie- oder Großküchentechnik? Schicken Sie uns Material, Format, gewünschte Oberfläche und Farbton – wir stimmen das Ergebnis am Muster ab.

 

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